Zwischenweltenzeit

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Zwischenweltenzeit 

Ein Blick in eine ferne Zukunft

Zwischenweltenzeit„Wir leben in Zwischenweltenzeiten.“ Das hat Großvater, zumindest mir gegenüber, immer und immer wieder betont, und meinte damit, dass es nach den langen und furchtbar dunklen Jahren hier unten wieder hinaufgehen wird ans Tageslicht der Erde. Dorthin, woher wir Menschen kommen und wo wir leben sollten. …“  So beginnt Zwischenweltenzeit – mein neuer Roman. Machte ich mit den Geschichten aus Bernsteinjahre Ausflüge in die Vergangenheit, so wage ich mit dem Roman Zwischenweltenzeit einen Blick in die Zukunft.

Ein alter Mann im Rollstuhl, ein etwas naiv wirkender Junge sowie ein struppiger kleiner Hund – sie sind die Protagonisten dieses Endzeitszenarios, das sich anfangs in höhlenartigen Gängen und unterirdischen Labyrinthen zuträgt. In einer düsteren Umgebung, die den Lebensraum einer Menschheitsgeneration darstellen, der ein Leben auf der Erdoberfläche schon lange verwehrt ist. Es ist ein tristes Dasein in finsteren Zeiten. Doch der alte Mann erhält für sich und seinen jugendlichen Begleiter die Erinnerung an ein besseres Leben aufrecht und lehrt den Jungen, was es bedeutet, Mensch zu sein und als Mensch zu leben.

Als er stirbt, überträgt er seinem jungen Freund eine Aufgabe: Er soll den Weg hinauf in das wirkliche Leben finden, das noch immer, so die tiefe Überzeugung des alten Mannes, auf der Oberfläche des Planeten Erde existiert, und diese für den Jungen fremde, schöne Welt für sich erkunden.

Zwischenweltenzeit ist eine leise Geschichte voller Erinnerungen, voller Neuentdeckungen und zugleich ein Appell, den Schatz zu bewahren, den unser heutiger Lebensraum noch darstellt.

ISBN 978-3-937791-48-7, Preis: 11,95 €

 

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Stimmen zum Buch

Ein modernes Märchen weitab vom Mainstream
„Martin Freunds neuer Roman „Zwischenweltenzeit“ ist eine tiefschürfende Dystopie wie in längst vergangenen Tagen H. G. Wells’ „Zeitmaschine“ oder der Spielfilm „Soylent Green“. Damit allerdings genug des Vergleichens – der Weißenburger Autor hat seinen ganz eigenen Stil. Und klare Wertmaßstäbe: Das Wahre, Gute, Schöne auf unserem Planeten scheint ausgelöscht, aber drei Antihelden haben den Glauben daran nicht verloren. Von tief unterhalb der durch Menschenhand zerstörten Erdoberfläche machen sie sich trotzig auf den Weg nach draußen, ans Licht. Ein Erweckungserlebnis in mancherlei Hinsicht, das Martin Freund mit Anspielungen auf aktuelle Weltpolitik und Überlegungen zu Humanität, Kultur und unserem Ökosystem anreichert. Herauskommt ein modernes Märchen weitab vom Mainstream, das sich angenehm schmökern lässt und in einer als düster zu vermutenden Zukunft ein zartes Saatkorn der Hoffnung pflanzt.
Kristy Husz, M.A., Literaturwissenschaftlerin und Journalistin

 

Prädikat: Definitiv lesenswert.
„Die Handlung eines Buchs in der realen Welt anzusiedeln, ist die Regel. Aus nachvollziehbaren Gründen. De Welt ist da, man kennt ihre Mechanismen. Martin Freund, der Weißenburger Autor, hat sich für sein neues Buch „Zwischenweltenzeit“ eine komplett neue Welt ausgedacht, in die er seine drei Romanfiguren hineinwirft. Natürlich reißt Freund zahlreiche Aspekte dieser alternativen Welt nur an, aber es ist beeindruckend, in welch klaren Farben er sie zu malen vermag und wie deutlich sie einem als Leser gegenübertritt …
Der Leser begleitet drei Rebellen, die versuchen, diesen Verhältnissen zu entfliehen. Es sind keine abenteuerlichen Helden, sondern Versehrte des Lebens. Ein alter Mann im Rollstuhl, ein buckliger Hund und ein namenloser Junge. Sie steigen zusammen nach oben, um nachzusehen, ob es stimmt, was die Eliten erzählen, ob die Welt wirklich in Schutt und Asche liegt … „Zwischenweltenzeit“ ist ein sehr moralisches Buch … vor allem aber ein Buch, das einen eigenen Ton entwickelt, das einem im Gedächtnis bleibt. Weil es einen verblüffenden Ansatz verfolgt, weil es einen Hauch des Geheimnisvollen hat, weil es ruhig und mit viel Mitgefühl von seinen Figuren erzählt. Prädikat: Definitiv lesenswert.
Jan Stephan, Journalist, in „Carpe Diem“, dem Kulturmagazin für Altmühlfranken – Heft 4/2017, erschienen 14.10. 2017

 

Man vergisst den Roman nicht so leicht
„Die Beziehungsgeschichte zwischen dem Erzähler, dem Großvater und „der Kleinen“ gefällt mir gut und ist sehr schön beschrieben: eine zu Beginn zufällige Gemeinschaft, die als wesentlich zusammenwächst … Das Buch hat mich bald in den Bann gezogen, die Sprache ist genau und lässt klare Bilder entstehen. Die Grundstimmung empfand ich als düster, geht bei der Thematik auch nicht anders. Der Teil über der Erde ist befremdlich, hat eine ganz eigenartige Stimmung. Dass der Erzähler z.B. alle Bücher lesen, alle CDs systematisch hören will die er da vorfindet, aber nicht die Ruhe dazu hat,  bringt eine ganz eigenartige Stimmung rüber. Das war sicher Absicht und ist gelungen. Ja, es gefällt mir und hebt sich von so vielem ab, was in den großen Verlagen erscheint. Und ich glaube, man vergisst den Roman nicht so leicht, wenn man sich mal darauf eingelassen hat.
Paul Theisen, Dipl. Bibliothekar, Leiter der Stadtbücherei Weißenburg